Montag, 30.03.2026 – Staniel Cay, Bahamas
Thomas hat heute früh Morgens noch ein Meeting, sodass wir dann um 8:30 Uhr pünktlich am Flugplatz sein können. Allerdings hat die Maschine der Flamingo Air aufgrund des starken Windes 50 Minuten Verspätung. Anscheinend haben alle Fluggesellschaften auf ein bisschen weniger Wind gewartet, denn an dem kleinen Flugplatz in Staniel Cay ist Hochbetrieb. 😊
Als letztes landet dann die Flamingo Air mit unseren Gästen an Bord. 😊
Nachdem sie ihr Gepäck erhalten haben bringen wir sie erst mal an Bord von TomCAT und lassen sie ihre Kabine(n) beziehen. Dann gibt’s bereits einen kurzen Schwatz und eine erste kurze Sicherheits-Einweisung von Thomas. 😊
Ca. um 13 Uhr starten wir dann zum ersten Dinghy-Ausflug zu den Driftwood Cottages. Wir werden ziemlich nass, da der Wind die ganze Gischt in’s Dinghy spritzt. Die schönen Farben des Wassers kommen aber trotzdem gut zur Geltung. 😇
Zurück auf TomCAT, ziehen wir uns um und gehen im Staniel Cay Yacht Club etwas essen. Anschliessend gehen wir im Bruke’s Convenience Store und Pink Perl Super Market einkaufen.
Als wir alles unversehrt auf TomCAT gebracht haben, parken wir noch um. Von der etwas unruhigen Bucht vor der Hafeneinfahrt verschieben wir vor die ruhigere Pig Beach des Big Major Cay. 😊
Dienstag, 31.03.2026 – Staniel Cay, Bahamas
Heute gibt es nach dem Frühstück den Schluss der Sicherheits-Einweisung und die Schwimmwesten werden angepasst. Auch die Schnorchelausrüstung wird verteilt und eingestellt.
Kurz nach 10 Uhr, als auch die Touristen-Boote von Nassau hier sind, besuchen auch wir mit dem Dinghy die Schweine an der Pig Beach. 😊
Es gibt ein paar nette Photos. Dank der vielen anderen Leute läuft auch ständig was. 😊
Nach dem Besuch gehen wir kurz zu TomCAT zurück, packen die Schnorchelausrüstung ein und essen zur Stärkung ein Stück Bananenbrot.
Ca. um 12:30 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zur Thunderball Grotto. Bei Ebbe kommt man ohne zu tauchen gut in die Höhle rein. Wir sind leider etwas zu früh und die Strömung in der Höhle ist relativ stark. Aber die Fische sind trotzdem hier und erfreuen sich der Brotkrumen. 😁
Sozusagen auf dem Heimweg halten wir noch zum Schnorcheln beim kleinen Flugzeugwrack in der Nähe der Insel Staniel Cay. Wie das wohl dort hin gekommen ist?!?
Anschliessend gehen wir erneut im Staniel Cay Yacht Club zu Mittag/Abend essen.
Bevor wir dann zu TomCAT zurück fahren, wird das Dinghy noch rasch aufgetankt. Dann heisst es Photos und Videos sortieren und dann den Abend geniessen. 😁
Mittwoch, 01.04.2026 – Little Bells Cay, Bahamas
Nach dem Frühstück, um 8:30 Uhr lichten wir den Anker und fahren nach Norden. Um 11:20 Uhr erreichen wir unser Zwischenziel, Compass Cay. In der starken Strömung ist es etwas mühsam zu ankern. Aber Thomas hat eh noch ein Meeting und bleibt daher auf TomCAT. Roger, Eliane und ich fahren derweil mit dem Dinghy in die Marina zu den Ammenhaien. Auch hier sind heute sehr viele Leute. Normalerweise ist das nicht so toll, aber hier ist es praktisch. Wir können uns einfach als Mitglieder einer Ausflugsgruppe ausgeben und sind so mittendrin. Neben dem Streicheln können wir die Haie sogar halten. 😇
Um 13 Uhr sind wir dann wieder zurück auf TomCAT. Thomas ist zwar noch immer am Meeting, aber nicht mehr sehr lange. Dann fahren wir noch ein Stück weiter nach Norden. Etwas weiter nördlich, aber noch immer auf Compass Cay, ankern wir vor einem Strand und landen dort mit dem Dinghy an. Von dort machen wir einen kurzen Spaziergang zu Rachel’s Bath. Ausser Eliane ist aber jedem zu kalt zum Baden. 😅
Der Nacht-Ankerplatz liegt aber noch ein Stück nördlicher bei Little Bells Cay. Diesen erreichen wir um 16:30 Uhr. Thomas beginnt sogleich mit dem Zubereiten des Chili con Carne und Roger macht erste Flugversuche mit seiner Drohne.
Nach dem Abendessen machen Roger und Eliane noch einen kurzen Ausflug zum Strand. Ein kurzer Regenschauer unterbricht jedoch ihren romantischen Strandbesuch. 😆
Donnerstag, 02.04.2026 – Warderick Wells Cay, Bahamas
Nach dem Frühstück, heute eine Stunde später, um 9:20 Uhr, lichten wir den Anker. Bereits in der Nacht frischt der Wind auf und als wir losfahren haben wir 25 – 30 Knoten Wind. Mit gereffter Fock segeln wir so mit knapp 6 Knoten gen Norden. Unterwegs takeln wir den Code-0 ab, damit wir etwas weniger Abdrift haben beim Anlegen an die Boje. Denn um 12 Uhr legen wir, trotz erschwerter Bedingungen wie starker Strömung und Wind, an der Boje Nr. 15 im Horseshoe bei Warderick Wells an. 😇
Sogleich stürzen wir uns in die «Wanderausrüstung» und landen mit dem Dinghy an der Whale Beach an. Von dort starten wir die ca. 3 km lange Wanderung über den Boo-Boo Hill Trail, Hutia Highway, Shady Tree Trail, Tabebuia Trail, Butterfly Trail, Hutia Hill Trail und dann über die Causeway Bridge zum Causeway Trail und zurück zur Whale Beach. 😇
Gerade rechtzeitig zur Ebbe sind wir wieder bei TomCAT. Schnell noch die Badehosen anziehen und dann zur Sandbank die nun aus dem Wasser ragt schwimmen. Eliane und ich schnorcheln noch zum sehr kleinen Riff in der Nähe der Boje Nr. 9. Neben einigen Fischen können wir einer Schildkröte beim Grasen zuschauen. 😊
Zurück zu TomCAT zu kommen ist bei der starken Strömung ganz schön anstrengend. 😆
So haben wir uns das Abendessen, Ghackets mit Hörnli und Apfelmus, redlich verdient. 😊
Freitag (Karrfreitag), 03.04.2026 – Shroud Cay, Bahamas
Bis um Mitternacht haben wir 30 Knoten Wind und Regen. Nachher wird es dann aber etwas ruhiger.
Wieder um 9:15 Uhr machen wir von der Boje los und verlassen den schönen Horseshoe wieder. Wir segeln weiter bis nach Shroud Cay. Um 12:45 Uhr lassen wir dort den Anker fallen. Aufgrund der Gezeiten möchte Thomas sofort los. Also packen wir unsere sieben Sachen zusammen und springen in’s Dinghy. Auf geht’s durch die Mangroven zur Washing Machine. Die Farben versetzen jeden unserer Besucher in Staunen. 😊
Wir bleiben kurz hier, spazieren am Stand und schiessen schöne Photos. Als wir uns wieder auf den Rückweg machen ist grad ziemlich Ebbe. Sollte eigentlich kein Problem darstellen. Naja, wenn man den richtigen Weg nimmt schon. Den, den wir genommen haben ist bei Ebbe nur mit seeehr leichten Dinghys oder SUPs noch zu befahren. 😆
Mit vereinten Kräften schaffen wir aber unser schweres Dinghy wieder in tieferes Wasser zu bringen. Thomas‘ Versuch, einfach Gas zu geben, geht nicht lange gut. Schliesslich kommt kein Kühlwasser mehr aus dem Auslass. 😆
Wir versuchen uns mit Paddeln, kommen aber gegen den starken Wind nicht wirklich an. Dafür treffen wir unterwegs auf 2 kleine Zitronenhaie. 😁
Trotz Kühlwasser-Mangel fährt uns der Honda bis zu TomCAT zurück. 😅
Die Analyse dieses Problems verschieben wir aber auf nach dem Abendessen.
Dort zeigt sich dann, dass nur der Sekundär-Kreislauf, welcher zur Kontrolle dient verstopft ist. Mit einem Stück Draht ist das aber schnell wieder «repariert». 😊
Roger und Eliane können also heute einen erneuten Versuch zu einen zweisamem Strand-Ausflug starten. 😜
Samstag, 04.04.2026 – Shroud Cay, Bahamas
Wir bleiben noch einen Tag bei Shroud Cay. Heute ist ein SUP-Ausflug angesagt. Nachdem diese aufgepumpt sind, bringt Thomas uns zum südlichsten Eingang. Thomas fährt aussen rum wieder zurück und nimmt den Dinghy-tauglichen Weg zur Washing Machine. Er muss allerdings bei TomCAT einen Boxenstop einlegen, um den Schwimmer für den automatischen Start der Bilgenpumpe (des Dinghys) wieder zu befreien. 😆
Roger, Eliane und ich paddeln mit den SUPs (zugegeben, wir müssen recht viel laufen da es zu seicht ist 😅) von Süden her zur Washing Machine, wo wir Thomas dann wieder treffen. Heute ist hier viel mehr los als gestern. Die grossen Yachten haben ihre Gäste in zum Teil riesigen Tender her gebracht. Es ist ganz spannend diese Leute zu beobachten. 😇
Als wir wieder alleine sind, machen wir uns auch auf den Heimweg. Diesmal nehmen wir aber den tiefsten Weg. 😊
Auf TomCAT werden die SUP’s abgespritzt und fest gemacht, während Thomas bereits mit dem Kochen des Riz Cazimir begonnen hat. 😁
Sonntag (Ostersonntag), 05.04.2026 – Highborne Cay, Bahamas
Heute ist Ostersonntag, da gibt es zum Frühstück einen leckeren Butterzopf. 😜
Um 10:20 Uhr lichten wir den Anker. Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir den Süden von Norman’s Cay. Hier wollen wir beim versunkenen Wrack eines Drogenschmuggel-Flugzeugs Schnorcheln. Der Wind macht uns allerdings einen Strich durch die Rechnung. Bei den 30 – 35 Knoten Wind, die hier durch pfeiffen ist das nicht machbar. Da segeln wir eben weiter nordwärts. Und zwar bis nach Allen’s Cay. Hier füttern wir die Iguanas und gehen auf Strand-Entdeckungstour.
Um 16 Uhr lichten wir aber bereits wieder den Anker und fahren zurück nach Highborne Cay. Hier übernachten wir und haben auch eine Reservation für’s Abendessen im Xuma’s Restaurant. 😊
Montag (Ostermontag), 06.04.2026 – Spanish Wells, Bahamas
Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Aber eigentlich sind wir sowieso wach. 😜
Und um 6:45 Uhr lichten wir den Anker. Kurz darauf werden auch gleich die Segel gesetzt. Wir müssen zwar hart am Wind (40 – 60°) segeln, aber TomCAT macht trotzdem 6,5 – 7 Knoten Fahrt. Das ist schon eine sehr beachtliche Geschwindigkeit. 😁
Unterwegs müssen einigen Coral Heads ausweichen, aber mit so vielen mitschauenden Augen geht sehr gut. Erst kurz vor der Insel-Durchfahrt mit Namen Current (jap, hat viel Strömung dort 😊) bergen wir die Segel.
Auf der anderen Seite hissen wir jedoch nur noch die Fock. Denn nicht mehr lange und wir können kurz vor 16 Uhr vor dem Strand beim Gun Point (Nachbarinsel von Spanish Wells) den Anker fallen lassen.
Thomas, Roger und Eliane fahren mit dem Dinghy nach Spanish Wells und schauen, ob der Food Fair offen ist. Aber es sind alle Geschäfte heute geschlossen. Und das Restaurant ist ausgebucht. Kein Glück für uns heute. 😑
Aber immerhin können sie das Dinghy tanken. 😊
Sie kommen dann zurück auf TomCAT und Thomas kocht uns Poulet-Brüstli mit Kartoffelstock und Bratensauce zum Abendessen. Für diejenigen, die mögen gibt’s noch Paprika und Auberginen aus dem Ofen. 😊
Nach dem Essen fällt uns auf, dass die Wasserpumpe nicht mehr aufhört zu pumpen. Das ist nicht gut…
Nach näherer Analyse, stellen Roger und Thomas fest, dass die Anschlüsse des Druck-Sensors schon ganz verrotet sind und der Mikro-Schalter ebenfalls. 😑
Die einfachste Lösung scheint, die bestehende Pumpe mit der Neuen auszutauschen. Trotz der «einfachen» Lösung sind Roger und Thomas ca. 2,5 Stunden beschäftigt. 😆
Dienstag, 07.04.2026 – Aunt Pat’s Bay, Elbow Cay (Bahamas)
Früh morgens haben wir noch Regenschauer, fahren aber trotzdem um 6:30 Uhr los. Erst noch mit Fock und Motor. Dann müssen wir die Fock bergen. Das ist der erste Tag, seit Roger und Eliane hier sind, an dem wenig bis gar kein Wind weht. 😅
Das gute ist, der starke Regenschauer unterwegs wäscht das ganze Salz vom Schiff. 😁
Wir sind nicht ganz so schnell wie gestern, aber trotzdem erreichen wir um 14:30 Uhr den Eingang zu Little Harbour von Great Abaco. Wie der Name schon sagt, ist hier nicht viel Platz. Und leider sind alle Bojen bereits besetzt. Also fahren wir wieder raus und weiter nach Norden. Erneut werden wir vom Regen geduscht, bevor wir um 16:30 Uhr in Aunt Pat’s Bay bei Elbow Cay ankern. Abendessen gehen wir heute wieder auswärts. Und zwar im Abaco Inn. Um 19 Uhr dürfen wir mal an den Tisch sitzen. Menüs gibt es aber keine. 😆
Als wir dann endlich mal bestellen können ist die Sonne bereits untergegangen. Eine weitere Ewigkeit später erhalten wir ein Gericht ohne Beilagen. Und 2 Getränke fehlen auch noch.😑
Als Thomas und ich letztes Jahr hier waren, mussten wir auch schon lange warten, aber dass es nun noch schlimmer geworden ist macht einen sprachlos…
Sogar das Kreditkartengerät müssen wir selber bedienen…
Um 22 Uhr machen wir uns dann wieder auf den Heimweg.
Mittwoch, 08.04.2026 – Marsh Harbour, Great Abaco (Bahamas)
Am Morgen nach dem Frühstück wird die neu eingebaute Wasserpumpe noch justiert. Dann, kurz nach 10 Uhr lichten wir den Anker und fahren nach Marsh Harbour.
Um 12 Uhr sind wir bereits da. Eigentlich wollten wir an einer Boje festmachen, aber es sind wieder mal alle besetzt. Darum ankern wir eben neben dem Bojenfeld.
Aber zumindest das Einkaufen sollte heute klappen. 😇
Nachdem wir das Dinghy in der Conch Inn & Marina geparkt haben, machen wir uns mal zu Fuss auf den Weg. Erst kaufen wir im Maxwell’s Home Hardware längere Schrauben für die neue Wasserpumpe. Dann geht’s zu Maxwell’s Supermarket. Hier kaufen wir so viel ein, dass wir ein Taxi zurück zur Marina nehmen müssen. 😅
Eliane und ich warten in der Marina, während Thomas und Roger die Einkäufe auf TomCAT bringen. Dann spazieren wir zu Fuss zum Angler’s Restaurant & Bar auf der anderen Insel-Seite, wo wir ein frühes Abendessen zu uns nehmen.
Es war schon den ganzen Tag durch wieder recht windig, nun frischt er auf 30 – 35 Knoten auf und wir werden auf dem Nachhauseweg fast weggeweht. Der Wind bleibt bis 1 Uhr früh so. Erst danach nimmt er etwas ab.
Ebenfalls mitten in der Nacht kommt ein Polizeischiff zu unserem Nachbarboot und untersuchen es mehr als 2 Stunden lang. Hmmm… irgendwas stimmt doch da nicht…
Donnerstag, 09.04.2026 – Fisher’s Bay, Great Guana Cay (Bahamas)
Mit den neu erstandenen Eiern veranstalten wir heute ein gemütliches Frühstück. 😊
Kurz vor 12 Uhr lichten wir den Anker und fahren in den «Sturm». Wir fahren mit gereffter Fock und Motoren wieder sehr hart am mit 25 – 30 Knoten wehenden Wind in Richtung Great Guana Cay. Als wir bei Great Guana Cay sind, entscheiden wir uns aufgrund der Wetter-Analyse noch etwas weiter bis nach Green Turtle Cay zu fahren.
Nun ja… dieser Plan ändert sich sehr schnell, als wir bei Whale Cay in den Atlantik raus fahren sollten. 😅
Die Wellen sind noch von letzter Nacht so hoch, dass wir wieder umdrehen und nach Great Guana Cay zurück fahren.
Um 15:30 Uhr ankern wir dort in der Fisher’s Bay. Kurz darauf starten wir auch schon zu unserem Landausflug. Wir parken das Dinghy beim Grabber’s und spazieren dann zu Fuss zu Nippers. In dieser Strandbar sind grad allerdings nur sehr wenig Leute, da es hier auf dem Hügel oben schon recht stürmisch zu und her geht. 😆
Wir trinken was und mach und dann wieder auf den Rückweg zu Grabber’s. Auf dieser Inselseite ist das Wetter ein bisschen gemässigter und wir essen hier was.
Erst jetzt, so gegen Abend, zeigt sich noch ein wenig die Sonne. 😅
Zurück auf TomCAT wird noch ein bisschen geschwatzt und UNO Flip gespielt. 😊
Freitag, 10.04.2026 – White Sound, Green Turtle Cay (Bahamas)
Heute ist bereits am Morgen wieder sonnig. Der Wind ist allerdings noch immer recht frisch.
Nach dem Frühstück wird die Wasserpumpe noch richtig mit Schrauben befestigt. Bis jetzt war sie nur provisorisch mit einem Draht und Industrieband befestigt. 😊
Um 11 Uhr lichten wir den Anker und starten den 2ten Versuch nach Green Turtle Cay zu fahren. Die Wellen sind immer noch hoch, aber nicht mehr so Orkan-Artig. Nach dem passieren von Whale Cay stellen wir einen neuen (vermutlich unschlagbaren) Geschwindigkeitsrekord auf. Wir surfen eine der riesigen Wellen sicher über 20 Sekunden lang mit 16 Knoten (!) runter. 😨
Um 14 Uhr erreichen wir heil den Green Turtle Cay. Thomas möchte gerne in der Beach Weekend Marina (ehem. Leeward Yacht Club) einen Slip. Allerdings erhalten wir weder über Telephon noch Funk Antwort und als wir vorbei fahren, sieht sie sehr voll aus. 😑
Dann gehen wir eben im White Sound vor Anker. Dort fahren Thomas und Roger mit dem Dinghy an Land und versuchen ein Golf Cart aufzutreiben.
Das ist einfacher gesagt als getan. Dank Spring Break und Ostern ist auch hier praktisch alles ausgebucht. Aber im Black Sound bei Sea Side Carts, ist doch noch eins verfügbar. 😊
Mit diesem (es hat den Namen ‚Blue Marlin‘ geht es auch gleich los auf die erste Rundfahrt. Unterwegs halten wir bei McIntosh Restaurant & Bakery und essen was zu Abend.
Auf TomCAT findet heute wieder ein Spiele-Abend mit Dobble und UNO Flip statt. 😊
Samstag, 11.04.2026 – Fisher’s Bay, Great Guana Cay (Bahamas)
Um 9:20 Uhr starten wir heute zum zweiten Ausflug mit dem Golf Cart. Erst fahren wir beim Bluff House und der Standbar Tranquile Turtle vorbei. Dann geht’s nochmals nordwärts. bevor wir dann bis zum Südende der Insel fahren. Zurück zum Green Turtle Club macht Thomas noch so einige Schlaufen. 😊
Das Golf Cart können wir einfach dort geparkt stehen lassen. Cooler Service. 😊
Leider können wir nur einen Tag bleiben, denn der Wind soll am Abend wieder auf 30 Knoten auffrischen und mehrere Tage so bleiben. Wir müssen ja nochmals durch die Whale Cay Passage, denn sonst können wir unsere Gäste nicht in Marsh Harbour verabschieden.
Darum lichten wir um 12:15 Uhr den Anker und fahren durch die noch immer hohen Wellen um Whale Cay rum zurück nach Great Guana Cay. Um 15 Uhr liegen wir wieder in der Fisher’s Bay vor Anker. Nach dem Duschen gehen wir nochmals im Grabber’s Abendessen. Das Dessert gibt’s dann auf TomCAT. 😊
Sonntag, 12.04.2026 – Hope Town, Elbow Cay (Bahamas)
Um 10:15 Uhr lichten wir den Anker und segeln nur mit der Fock nach Süden. Es ist nicht klar ob das den Tatsachen entspricht, aber der Wind fühlt sich immer kälter an. 😊
Kurz nach 13 Uhr liegt TomCAT sicher vor Hop Town vor Anker. Wir starten auch sogleich einen Landausflug. Zu Fuss führt Thomas uns zu allen Highlights des herzigen Ortes.
Da wir zum Abendessen einen Tisch im Firefly Hotel & Resort (nicht grad um die Ecke 😅) reserviert haben, versuchen wir einen Golf Cart aufzutreiben. Die nette Dame an der Kasse eines Souvenir-Shops hilft uns dabei. Leider nicht erfolgreich. Allerdings gibt sie uns den Tip, uns einfach von Firefly abholen zu lassen. 😜
Als der Transport organisiert ist, gehen wir zurück auf TomCAT und schliessen die mitgebrachte Ankerfernbedienung mit integriertem Kettenzähler mal an. Siehe da, sie funktioniert wie gewünscht. Morgen wird dann das Loch für den Anschluss gebohrt und sie definitiv angeschlossen.
Jetzt müssen wir aber los. Wir werden beim Fährdock «Post Office» abgeholt und zum Firefly Hotel & Resort gebracht. Dort geniessen wir ein sehr leckeres Abendessen mit super Bedienung. 😁
Anschliessend werden wir auch wieder zurück gefahren. 😇
Montag, 13.04.2026 – Elbow Cay, Bahamas
Sooo, heute wird wie erwähnt die neue Ankerfernbedienung montiert, denn die von Lagoon installierte Bedienung hat ja vor ein paar Wochen den Geist aufgegeben. Nachdem wir den passenden Ort bestimmt haben, wird gebohrt. Alles kein Problem. Als dann alle Schrauben immer wieder abbrechen, als Thomas die Buchse festschrauben möchte, da ist klar; es geht wieder mal länger als gedacht. 😆
Kurz vor 12 Uhr ist es dann geschafft und wir statten dem hübschen, historischen Leuchtturm von Hope Town einen Besuch ab. Thomas kann sich noch immer nicht überwinden, auf den Leuchtturm hoch zu steigen. Nur Eliane, Roger und ich geniessen die schöne Aussicht von dort oben. 😊
Zurück auf TomCAT, justieren wir erst noch den Kettenzähler, bevor wir dann um 13:45 Uhr den Anker lichten. Denn was bringt ein Kettenzähler, der nicht weiss, wie viel Kette er zählen soll?
45 Minuten später erreichen wir unseren Pausen-Ankerplatz in der Nähe der Tahiti Beach (Elbow Cay). Wir machen einen kurzen Spaziergang, ein «Photoshooting» bei der Schaukel und setzen uns dann mit einem Virgin Piña Colada in den Sand an die Sonne. 😁
Kurz vor 17 Uhr sind wir wieder an Bord und parken TomCAT etwas näher am Firefly Hotel & Resort. Wir gehen heute erneut dort Abendessen, allerdings fahren wir diesmal mit dem Dinghy selber hin. 😊
Dienstag, 14.04.2026 – Marsh Harbour, Great Abaco (Bahamas)
Nicht allzu früh, um 9:30 Uhr lichten wir heute den Anker und segeln erneut südwärts. Das Ziel ist das Riff bei Sandy Cay. Als wir dort ankommen, schlagen die Wellen aus dem Atlantik allerdings noch eher hoch über das Riff und das Schnorcheln wäre nicht sehr entspannend. Darum ändern wir unseren Plan und segeln zurück zur Tahiti Beach. Dort gehen Roger, Eliane und ich an Land, während Thomas auf dem Schiff das Abendessen, Lasagne, vorbereitet. 😇
Um 15:30 Uhr sind wir auch wieder an Bord und wir segeln wieder nordwärts nach Marsh Harbour. 1,5 Stunden später liegen wir wieder vor der Conch Inn & Marina vor Anker. Und weitere 45 Minuten später ist die Lasagne fertig. 😁
Am Abend überreichen Eliane und Roger uns noch ein Geschenk; sie haben zum Abschluss ihrer Ferien für uns (und TomCAT) ein richtig cooles Lied komponiert bzw. komponieren lassen. Vielen Dank! 😍
Mittwoch, 15.04.2026 – Marsh Harbour, Great Abaco (Bahamas)
Heute heisst es ausnahmsweise mal früh aufstehen. Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Um 6:15 Uhr laden wir alles Gepäck in’s Dinghy und machen uns auf den Weg zum Dinghy-Dock der Conch Inn & Marina. Dort werden Eliane und Roger um 6:30 Uhr von einem Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht.
Wir wünschen Euch eine gute Heimreise. Ihr wart sehr angenehme und coole Gäste. Gerne auf ein ander Mal! 😁
Als wir dann auf TomCAT zurück sind, legen wir uns nochmals in’s Bett. 😆
Als wir dann kurz nach 9 Uhr wieder aufstehen, parken wir als erstes TomCAT ein wenig um. Wir lichten den Anker und machen an der Boje vor uns fest.
Dann wird mal gefrühstückt. 😊
Das Wetter ist heute nicht sehr freundlich. Zwar ist es wärmer als die letzte Woche und der Wind schwächer, aber wir sind unter einer dicken Wolkendecke. Das ist zwar nicht so gut, um die Batterien zu laden, aber gut um am PC zu arbeiten. 😇
Kurz vor Mittag, als Thomas in die Marina geht, um zu Bezahlen und eine Massage zu vereinbaren, kommt auch die Sonne hinter den Wolken hervor. Es ist sofort ein Massage-Termin frei und Thomas kommt erst 2 Stunden später wieder zurück. 😊
Als er dann wieder da ist, ziehen wir die Badehosen an und legen uns 2 Stunden an den Marina-Pool. 😊
Bevor wir uns wieder an die «Arbeit» machen, vertilgen wir noch den Rest der Lasagne von gestern. 😊
Zum Schluss hier noch eine kleine ergänzende Story zu dem Vorfall, den wir in der Nacht vom 08. April bei unserem Schiffsnachbarn beobachten konnten:

Rätsel in Marsh Harbour: Was das Nachbarboot uns lehrte

Eine stürmische Nacht, eine vermisste Seglerin – und eine Sicherheitslektion, die wir nie bedacht hatten.

Als wir am 08. April in Marsh Harbour eintrafen, war keine einzige Boje frei. Kein Problem – wir warfen den Anker, wie so oft. Was dann folgte, ahnten wir beim Einlaufen noch nicht: eine der ungewöhnlichsten Nächte unserer bisherigen Reise.

Wir kamen gerade vom Einkaufen zurück und stiegen vom Beiboot aufs Segelboot um, als uns eine Crew ansprach: Ob wir jemanden vom Nachbarboot gesehen hätten? Wir verneinten – erst seit zwei Stunden hier, nichts bemerkt. Wir dachten uns nicht viel dabei.

Doch als wir abends vom Nachtessen zurückkamen, kreiste ein Polizeiboot langsam um unseren Nachbarn. Dieser Anblick ließ sich nicht wegdenken. Irgendwas stimmte nicht. Der Wind pfiff mit bis zu 35 Knoten durch den Hafen, und die See außerhalb war rau – kein Abend, an dem man freiwillig auf dem Wasser sein wollte.

Um 21 Uhr bekam das Nachbarboot erneut Besuch. Diesmal kam eine ganze Gruppe – sie blieben fast zwei Stunden an Bord. Bei dem Wellengang war allein das Übersetzen gefährlich: Einer der Männer fiel beim Wechsel zwischen den Booten ins Wasser, konnte sich aber rasch über die Badeleiter des Polizeiboots retten. Für uns war spätestens jetzt klar: Hier wurde etwas Ernstes untersucht. Aber es war nicht unsere Sache, und am nächsten Morgen lichteten wir den Anker und fuhren weiter.

Erst Tage später, beim Scrollen durch 20min.ch, stießen wir auf einen Artikel über eine vermisste Seglerin – und erkannten sofort den Zusammenhang. Als wir am 14. April wieder nach Marsh Harbour zurückkehrten und am selben Fleck ankerten, lag das Boot noch immer dort. Jetzt aber war auch die Presse da: Reporter drehten von allen Seiten, ein Team kam sogar direkt an unser Schiff. Da wir schlicht nichts gesehen hatten, gab es nichts zu berichten und auch sonst hätten wir den Mund gehalten.

Doch jetzt liessen wir uns auf den Fall ein. Die Presseberichte waren – man muss es so sagen – von Menschen geschrieben, die keine Segler sind. Wichtige Details fehlten, manches klang schlicht falsch. Nur in einem einzigen Artikel fanden wir die Erklärung, die den Kern der Tragödie beschreibt:

Die Frau war vermutlich am Steuer des Beiboots, als sie über Bord fiel – und riss dabei die Kill-Switch-Leine mit sich. Der Motor stoppte sofort, genau wie vorgesehen. Bei einem Verbrennungsmotor wäre das kein Problem gewesen: Den Knopf kann man im Notfall auch von Hand rausziehen, Motor starten, zur vermissten Person zurückfahren. Doch es war ein Elektromotor – und der lässt sich ohne die Leine nicht manuell überbrücken. Der Mann saß auf einem manövrierlosen Boot und trieb mit 30 Knoten Wind ab. Eine Sicherheitsvorrichtung wurde zur Falle.

Wir saßen im Cockpit und schwiegen einen Moment. Dann stellten wir uns die Frage, die sich jeder Segler stellen sollte: Könnte uns das auch passieren?

Die Antwort war unbequem: Ja. Wenn wir schnell unterwegs sind, hänge ich die Kill-Switch-Leine an meine Hose – genau dasselbe Szenario. Wir hatten diesen Fall schlicht nie durchgedacht. Das ändert sich jetzt.

Was wir daraus mitnehmen:

  • Wir führen künftig eine zusätzliche Kill-Switch-Leine mit – damit der Motor auch ohne die Originalleine wieder gestartet werden kann.
  • Bei viel Wind tragen wir auf dem Beiboot grundsätzlich immer eine Schwimmweste mit PLB (Personal Locator Beacon) – das war schon immer so und bleibt so.
  • Ob es ein Unglück war oder mehr dahintersteckt, wird die Polizei klären. Was uns angeht: Solche Ereignisse sind eine Einladung, die eigenen Routinen zu hinterfragen – bevor es passiert.